Montag, 28. Dezember 2015

Schneebälle

Zutaten für ca. 30 - 35 Stück:

Teig:

7 Eier
1 Prise Salz
1 Pack Vanillezucker
1/2 Tl Backpulver
200 g Zucker
200 g Mehl
5 EL Wasser

Creme:

1 Pack Vanillezucker
50 g Zucker
250 g Magerquark
150 g Crème fraiche
400 ml Sahne
2 Pack Sahnesteif
125 ml Amaretto

Außerdem:

ca. 150 g Kokosraspel
Papierförmchen


Eier trennen. Das Eiweiß mit 5 EL Wasser steif schlagen. Gegen Ende 1 Pack Vanillezucker und 200 g Zucker einrieseln lassen. Eigelbe einzeln darunter schlagen. Mehl und Backpulver mischen und unter die Eimasse ziehen (am besten mit einem Schneebesen). Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech streichen und bei 150 Grad Umluft etwa 25 - 30 Minuten backen.
Im Anschluss Biskuit auf ein Tuch stürzen und auskühlen lassen.

Für die Creme den Quark, Crème fraiche, Amaretto, 50 g Zucker und 1 Pack Vanillezucker in einer großen Schüssel glatt rühren. Sahne mit dem Sahnesteif aufschlagen und unter die Creme ziehen. Das Biskuit in feine Stücke rupfen und zu der Creme geben. Alles gut vermengen. Aus der Masse gleichmäßige Bälle formen und in Kokosraspeln wälzen.

Dienstag, 15. Dezember 2015

Rezension: All about a girl von Caitlin Moran **

Bild: randomhouse
Johanna lebt mit vier Brüdern, einer depressiven Mutter und einem fast ständig betrunkenen Vater, der talentfrei davon träumt Rockstar zu werden, in einer Sozialsiedlung im britischen Wolverhampton der 90er Jahre. Das Leben und die Umstände, unter denen die Familie ihren Alltag meistern muss, sind nicht leicht. Johanna, die mitten in der Pubertät nicht weiss, wohin mit sich und ihren Hormonen, will der Familie helfen und es unbedingt einmal besser haben - wie wird sie das schaffen?

Zunächst habe ich ganz gut in das Buch hineingefunden. Die Umgebung und der Alltag Johannas waren gut beschrieben und flüssig zu lesen.

Als Johanna anfängt, sich mit Musik zu beschäftigen, hat mich das Buch etwas verloren. Ich bin zwar in den 90ern aufgewachsen aber von den Bands, über die sich Johanna seitenweise intensiv auslässt, habe ich noch nie etwas gehört.
Ich bin jedoch drangeblieben aber nur um dann von leichter Langeweile zu mittelschwerem Entsetzen über Johannas Verwandlung in Dolly Wilde zu gelangen. Sie verwandelt sich hier in eine völlig andere Person, in einen hormongesteuerten Sex-Roboter, tut viel was ihr schadet, nur um anderen zu gefallen und verliert sich selbst aus den Augen.
Sex, Drugs & Rock n Roll werden bis ins kleinste Detail geschildert, was mir irgendwann einfach zu viel war und mich leicht abgestoßen hat. Ich habe nichts gegen Unverblümtheit, die oft sehr erfrischend sein kann aber weder die Aufmachung des Buchs, noch der Klappentext verrät, dass man es hier über weite Strecken fast mit einem Porno zu tun hat. Johannas Gedanken kann ich meistens auch nicht nachvollziehen, sodass ich mich gar nicht mit ihr identifizieren konnte.

Als Lesevergnügen kann ich dieses Buch leider nicht bezeichnen. Obwohl ich trotzdem immer wissen wollte, wie Johannas Geschichte weitergeht, war ich froh, als ich am Ende angekommen bin.
Mir würde es genügen, wenn mir jemand erzählt wie die nächsten beiden Teile der geplanten Triologie ausgehen würden - ausführlich lesen muss ich die nicht. Wirklich schade, ich hatte mir mehr von dem Buch versprochen.


Erstausgabe : 08.09.2015 
Aktuelle Ausgabe : 08.09.2015 
Verlag : carl's books 
ISBN: 9783570585429 
Flexibler Einband 384 Seiten 
Preis: 14,99 Euro

Rezension: Reeperwahn von Steffi von Wolff ***

Bild: FischerVerlage
Die Kolleginnen Lindi, Peggy, Heidi, Liesel und Brigitte arbeiten bei einem billigen Sexblättchen und leiden dabei sehr unter dem Chefredakteur des "Kiez-Report". Herbert ist ein cholerischer, Frauen verachtender Geizhals und macht den fünfen das Leben zur Hölle. Mit dem Selbstwertgefühl im Minusbereich muss Herbert auch für die privaten Männer-Miseren von Lindi & Co. verantwortlich sein - anders können sich die Frauen ihr privates Pech nicht erklären. Also fassen sie einen Entschluss: Herbert muss weg!

Diese mörderisch schräge Story lässt sich gut lesen, nur die all zu seltsamen Details (z.B. ein Alligator als Haustier, mit Hundeleine usw.) haben mich etwas stutzen lassen.
Die Geschehnisse werden aus der Sicht von Gerlinde "Lindi" Fuchs erzählt, sodass sich der Leser mitten in der Frauenrunde befindet. Ich konnte mir die meisten Gegebenheiten und Charaktere recht gut vorstellen, jedoch ist es mir schwergefallen, mich bei fünf Damen im Laufe des Buchs noch an jedes einzelne Schicksal zu erinnern. Das war mir etwas viel.
Das Ende fand ich ein bisschen zu konstruiert (was zu diesem schrägen Roman jedoch auch wieder passt) und die Aneinanderreihung von dieser und auch noch jener Sache hätte ich gar nicht mehr gebraucht, da sie das Buch - meiner Meinung nach - nur in die Länge gezogen hat.

Die Geschichte war mal etwas anderes und daher ganz erfrischend, mir aber fast zu strange.
Ich hatte zwischen 3 und 4 Sternen geschwankt, mich aber dann zum Abrunden entschieden, da mir meine bisherigen 4-Sterne-Bücher dann doch einen Ticken besser gefallen haben.


Erstausgabe : 01.06.2005 
Aktuelle Ausgabe : 01.06.2005 
Verlag : FISCHER Taschenbuch  
ISBN: 9783596165889 
Flexibler Einband 320 Seiten 
Preis: 7,95 Euro 

Montag, 14. Dezember 2015

Schokoplätzchen

200g Mehl
5 EL Kakao
100g gemahlene Mandeln
100g Zucker
1 Prise Salz
1 Ei
200g Butter

Mehl mit Kakao, Mandeln, Zucker und Salz mischen. Auf die Arbeitsfläche häufeln, in die Mitte eine Mulde drücken und das Ei hineinschlagen. Die Butter in Flöckchen um die Mulde herum verteilen.

Mit den Händen alles rasch zu einem glatten Teig verkneten. Zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie gewickelt, für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Teig auf bemehlter Arbeitsfläche ca. 0,4 cm dünn ausrollen und mit Förmchen ausstechen. Auf ein Blech mit Backpapier legen und ca. 10 Minuten backen.
Im Anschluss herausnehmen, mit dem Backpapier vom Blech ziehen und Plätzchen auskühlen lassen.

Für die Verzierung habe ich weiße Schokolade im Wasserbad geschmolzen. An Deko ist alles erlaubt.

Sonntag, 13. Dezember 2015

Rezension: Das Rosie-Projekt von Graeme Simsion ****

Bild: FischerVerlage
Genetiker Don Tillman ist Wissenschaftler durch und durch. Sein Tagesablauf ist streng strukturiert. Planung und Logik sind seine besten Freunde.
Nun ist es an der Zeit, eine Ehefrau zu suchen. Ein 16-seitiger Fragebogen soll ihm hierbei helfen und gleich die ungeeigneten Kandidatinnen aussieben. Rauchen und Unpünktlichkeit sind absolute no gos für Don und entsprechende Damen sofort abgehakt.
Rosie, eine rauchende, unpünktliche Barkeeperin, die Dons Tagesablauf komplett durcheinander bringt, wäre ebenfalls total uninteressant, wenn sie nicht gerade auf der Suche nach ihrem leiblichen Vater wäre. Das Vater-Projekt weckt Dons Ehrgeiz und Planung, Logik und Struktur gehören bald der Vergangenheit an.

Das "Rosie-Projekt" von Graeme Simsion wird im eigenwilligen Erzählstil von Don Tillman selbst erzählt - nüchtern, schnörkellos, direkt. Genau die Denkweise des begabten Genetikers, der sich mit Gefühlsregungen schwer tut und sein Leben routiniert abspult.
Zunächst ungewohnt aber ich habe mich mit der Zeit ganz gut hineingefunden.
Interessant wird es vor allem wenn Rosie auf der Bildfläche erscheint und Dons Pläne über den Haufen wirft. Eine interessante Suche nach Rosies Vater beginnt und sorgt auch für einige Schmunzler. Trotz seiner Nüchternen Art, war mit Don sehr sympathisch.
Das Ende erschien mir logisch, war zum Teil aber auch für eine Überraschung gut. Schöner Roman mit nicht ganz alltäglicher Hauptfigur.


Erstausgabe : 23.12.2013 
Aktuelle Ausgabe : 22.01.2015 
Verlag : FISCHER Taschenbuch 
ISBN: 9783596197002 
Flexibler Einband 368 Seiten 
Preis: 9,99 Euro

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Zimtsterne

Für den Teig:

500g gemahlene Mandeln
5 Eiweiß
2 TL Zimt

Ausserdem:

10g gemahlene Mandeln
450g Puderzucker

Eiweiß steif schlagen und nach und nach Puderzucker einrieseln lassen, bis fester Eischnee entsteht. 8 EL für den Zuckerguss beiseite stellen.

Zum restlichen Eischnee Mandeln und Zimt geben und alles gut durchkneten. Plätzchenteig für eine Stunde in den Kühlschrank stellen.

Arbeitsfläche dünn mit gemahlenen Mandeln bestreuen und den gekühlten Teil ca. 1 cm dick ausrollen. Sterne ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, mit dem zurückgestellten Eischnee bestreichen und über Nacht antrocknen lassen.

Am nächsten Tag Zimsterne im vorgeheizten Backofen bei 160°C auf mittlerer Schiene 8 Minuten backen.


Bei uns war der Teig noch recht klebrig (vielleicht waren die Eier zu groß), es empfiehlt sich also, für den Fall der Fälle etwas mehr gemahlene Mandeln im Haus zu haben um den Teig noch etwas fester zu bekommen.

Dienstag, 8. Dezember 2015

Plätzchen Teil 1

Nach einem unangenehmen Zwischenfall - auch undichtes Aquarium genannt - habe ich  nun zumindest schon mal das erste Rezept unserer Plätzchen vom Wochenende eingestellt.

Das Backen von drei Sorten und nur zeitweise motiviertem Kind war für mich als nicht ganz so passionierte Bäckerin doch müßig aber der Geschmack entschädigt am Ende!


Vanillekipferl

250g Mehl
200g Butter
40g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
2 Eigelb
140g gemahlene Mandeln

50g Puderzucker
+ 1 Päckchen Vanillezucker zum Wälzen


Mehl, Zucker, Valniellzucker und Mandeln mischen. Auf der Arbeitsfläche ein Häufchen bilden und oben eine Mulde für die zwei Eigelb machen. Die kalte Butter in Stückchen auf zum Häufchen geben und alles gut zu einem Teig verkneten.
Im Anschluss die Hörnchen- oder auch Halbmondform mit den Händen bilden. Backofen auf 150C° vorheizen. 10 - 15 Minuten auf mittlerer Schiene backen.

50g Puderzucker und 1 Päckchen Vanillezucker mischen und die noch warmen Kipferl darin wälzen. Fertig!

In meinem Ofen haben die Kipferl etwas länger gebraucht. Nach der angegebenen Backzeit am besten mit dem Finger testen ob er sich im Teig verewigt, bzw. ob das Vanillekipferl stabil ist (brechen leicht).

Freitag, 4. Dezember 2015

Auf die Plätzchen, fertig, los!

Nur noch ein Mal schlafen, dann wird aus meiner Küche auch eine Weihnachtsbäckerei - oder besser aus der meines Freundes. Andere Küchen zu verwüsten macht doch viel mehr Spaß *g* Sein Sohn, mein kleiner Co-Bäcker, schlummert schon, aber natürlich ist er auch schon richtig aufgeregt.

Vanillekipferl, Zimtsterne und Schokoplätzchen haben wir uns für morgen vorgenommen - das wird ein Spaß! Meine Tasche hab ich jedenfalls schon gepackt...

Und jetzt sag ich gute Nacht!

Samstag, 28. November 2015

Neue Leserunde

Hallo zusammen,

habt ihr schon von "Ist das Liebe oder kann der weg?" gehört? 
Bei LOVELYBOOKS findet derzeit eine Verlosung mit anschließender Leserunde dieser romantischen Komödie von Anke Maiberg statt.
Bis zum 6. Dezember könnt ihr euch noch hier bewerben und die ersten Leser des Romans sein, der am 10.12.2015 erscheinen wird.

Bild: Bastei Lübbe
Klappentext: Hilft Voodoo gegen blöde Exfreunde? Was macht man mit einer Freundin, die It-Girl werden will? Wenn immer nur die Mailbox rangeht: Darf man dann ein bisschen stalken? Und wie kommt eigentlich die Leiche da ins Gebüsch? – Lauter Fragen, auf die ein vernünftiger Mensch keine Antwort sucht. Aber Inga Hering hat ihren Freund kürzlich beim Fremdgehen erwischt und daher gerade Zeit. Mit ihrer exzentrischen Tante Lisbeth begibt sie sich auf Mördersuche, Männerfang und in so ziemlich jedes Fettnäpfchen. Und dann kommen auch noch Herzrhythmusstörungen dazu ...

Ich wünsche allen Interessierten (und mir selbst) viel Glück bei der Verlosung!

Freitag, 27. November 2015

Off Topic

Kleiner Post in eigener Sache:

Mit 2:1 gewinnt der SC Freiburg auswärts in der 2. Fußball Bundesliga gegen den FC Heidenheim durch ein Last Minute Tor von Karim Guédé und wird somit Tabellenführer bleiben!

Jetzt kann das Wochenende mit entsprechender Laune endgültig gestartet werden *freu*

Rezension: So was hat ein Mann im Gefühl von Mia Morgowski ***

Bild: Rowohlt Verlag
Der ehrgeizige Anwalt Toby wird kurz vor seinem 40. Geburtstag von seiner Langzeitfreundin Birte verlassen. Nicht nur, dass der Geliebte um einiges jünger und genau das Gegenteil von Toby ist, die Affäre ging auch schon ziemlich lange.
Ohne den gewohnten Boden unter den Füßen, rudert Toby alleine oder mit seinen Freunden erstmal ziellos und ziemlich ausschweifend im Alkohol umher.
Als er in die Wohnung seines Freundes Mirko auf der Reeperbahn zieht, nimmt sein Leben Fahrt auf: noch mehr Alkohol und diverse Frauen. Die Arbeit ist Toby herzlich egal, dabei geht es gerade um die Partnerschaft in seiner Kanzlei.
Schließlich trifft er Alice, die nicht ganz ehrlich zu ihm zu sein scheint, was Toby allerdings nicht wirklich mitbekommt. Er ist begeistert, sie zögerlich - ob das was wird...?

Das Buch ist leicht zu lesen, der Schreibstil locker und flüssig.
Flüssig ist auch schon das richtige Stichwort, wenn es um den Inhalt geht. Alkohol, Alkohol und noch mehr Alkohol beherrschen in der ersten Hälfte des Romans viel zu viele Seiten. Die Besäufnisse zogen sich ewig hin und passiert ist im Grunde nicht all zu viel. Toby hat hier auch einiges an Sympathie meinerseits einbüßen müssen.
Ich war froh, als er sich irgendwann endlich wieder gefangen und ein halbwegs normales Leben aufgenommen hat. Dieses war dann auch ganz lesenswert und ab und zu entlockte es mir ein Schmunzeln. Außerdem hat Mia Morgowski ein paar interessante und liebenswerte Charaktere geschaffen, von denen ich gerne mehr gelesen hätte. Jedoch fehlte es mir allgemein an Spannung. Die Geschichte zog sich teilweise zu sehr und das ohne große Höhepunkte. Mir ist es meist recht leicht gefallen, das Buch auch mal zur Seite zu legen.

Beim Lesen dieses Romans fragte ich mich schon, was ein Mann denn jetzt nun im Gefühl hat, denn Toby schien mir die meiste Zeit ziemlich auf dem Schlauch zu stehen.

Schade, von der Story hatte ich mir irgendwie mehr versprochen.


Erscheinungsdatum Erstausgabe : 30.10.2015
Verlag : Rowohlt Taschenbuch
ISBN: 9783499269660
Flexibler Einband 352 Seiten
Preis: 9,99 Euro

Montag, 23. November 2015

Rezension: Kräuterrosi, ledig, sucht ... von Doris Fürk-Hochradl ***

Bild: emons Verlag
Rosi, 62, ledig und kräuterkundig hilft im Dorf wenn es zwickt und zwackt. All zu harmonisch geht es jedoch bald nicht mehr zu, im beschaulichen Innviertel, denn eben noch Patient bei Rosi, wird der mürrische aufbrausende Jörg alsbald tot im Moor gefunden. Unfall oder doch Mord? Die Polizei hat den Fall recht schnell abgeschlossen, doch es muss sich mehr dahinter verbergen. Rosi stellt ihre eigenen Ermittlungen an, die gar nicht so einfach im Auge zu behalten sind, denn ihre beiden Kinder sorgen für jede Menge Unruhe und die Männerwelt stürzt Rosi vollends ins (Gefühls-)Chaos.

Der Schreibstil ist gut zu lesen (wobei das Präsens als Erzählstil in meinem Bücherregal eine echte Ausnahme darstellt und mir erst mal ungewohnt vorkam). Die Kapitel sind übersichtlich und gut gegliedert. Toll sind die nützlichen Hausmittelchen zu Beginn jedes Abschnitts.

Durch die vielen Ereignisse um den Mord herum, gerät er für mich stellenweise fast in Vergessenheit. Immer wieder hadert Rosi mit ihren Gefühlen, die Kinder machen Ärger und kaum ist eine Sache ausgestanden, passiert eine neue, die für meinen Geschmack zu sehr ablenkt, für Spannungsabfall sorgt und einfach in die Länge zieht. Einiges wirkte auf mich zu gewollt.
Zum Schluss geht alles ganz schnell, aber nicht wahnsinnig spektakulär über die Bühne, da man schon zeitig zumindest eine Vorahnung hat. Die Geschichte nimmt dennoch ein versöhnliches Ende.

Teilweise wusste ich nicht, wie ich die Charaktere "zu nehmen habe". Viele waren mir sympathisch aber einiges sehr konträr, womit ich nicht so gut zurecht kam.

Für einen Regional-Krimi hätte ich mir ein bisschen mehr Ausschmückung des Schauplatzes und Verwendung der typischen Sprache gewünscht. Ich habe nicht den Eindruck, viel über die Region erfahren zu haben - sie ist leider kein neues Urlaubsziel auf meiner Liste geworden.

Ich hätte gerne 3,5 Sterne vergeben, denn trotz allem ist die Rosi es wert, sie einmal kennenzulernen.


Erscheinungsdatum Erstausgabe : 12.03.2015
Verlag : Emons Verlag
ISBN: 9783954515226  
Flexibler Einband 304 Seiten 
Preis: 10,90 Euro

Sonntag, 22. November 2015

Kürbissuppe


Zutaten:

Hokkaido-Kürbis
ca. 2 - 3 mittelgroße Kartoffeln
etwas Öl (z. B. Sonnenblumen)
Sahne
Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer
Curry

Kürbis waschen, entkernen und (wie auch die Kartoffeln) in Stücke schneiden.
Etwas Öl in einem Topf erwärmen und Kürbis- + Kartoffelstücke hineingeben und andünsten. Anschließend mit Wasser auffüllen, etwa so viel bis das Gemüse gerade bedeckt ist. Gemüsebrühe, Pfeffer, Salz und etwas Curry hinzugeben. Köcheln lassen und nach einiger Zeit (ca. 15 Minuten) testen, ob der Kürbis weich ist. Hierzu nehme ich einen Löffel und teste, wie leicht er durch den Kürbis geht.
Einen Schuss Sahne zugeben und pürieren, abschmecken - fertig!

Besonders lecker schmeckt die Suppe mit angerösteten Kernen (z. B. von Kürbis oder Sonnenblume) und einem Schuss Kürbiskernöl.

Rezension: Sorglose Schmatzer und Egoisten von Armin Karl von Grün ****

Unglaublich welche Unarten man beobachten kann, wenn man ein bisschen aufmerksamer hinschaut! Armin Karl von Grüner hat es für dieses Büchlein ganz genau getan und was er zu berichten hat ist wirkich erstaunlich:

Von sprechenden Mündern, aus denen Bröckchen in Richtung Gesprächspartner schießen, abgeschleckten Fingern, die beherzt in die Wurstplatte greifen, nahezu unzerkautem Essen, das sich wieder den Weg nach oben bahnt, einem Kratzen hinterm Ohr vom Verkäufer hinter der Fleischtheke und und und.

Beim Lesen schwankte ich zwischen Ekel und Belustigung. Der Autor verpackt seine Beobachtungen allerdings in einen ganz charmanten Erzählstil, was mir gut gefallen hat. 4 Sterne für dieses außergewöhnliche Werk.



  • Erstausgabe :20.02.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 20.02.2015
  • Verlag : Magic Buchverlag
  • ISBN: 9783944847351
  • Flexibler Einband 86 Seiten
  • Preis: 7,99 Euro

Rezension: Mainleid von Anja Mäderer *****


Bild: emons Verlag
Eine junge Studentin sitzt im Würzburger Ringpark auf einer Bank - erst beim genaueren Hinsehen wird klar, dass sie nicht mehr lebt, denn sie wurde mit einer Flasche teurem Wein erschlagen und anschließend an die Bank gebunden.

Sofort müssen sich Nadja Gontscharowa und ihr Kollege Peter Steiner an die Arbeit machen. Für Wohnungssuche, Erkundung ihrer neuen Wirkungsstätte Würzburg oder die Regelung ihres Privatlebens haben die Kommissare aus Nürnberg erstmal so gar keine Zeit.

Die Befragungen im Umfeld der ermordeten Connie ergeben, dass sie ein fleißiges, hübsches und beliebtes Mädchen war. Wer sollte sie umgebracht haben? Im Laufe der Ermittlungen schaffen es dann doch so einige Kandidaten auf Nadjas und Peters Liste. 

Ich habe mich sehr schnell in die Geschichte hineingefunden, der Schreibstil hat mir sofort gefallen. Er ist flüssig zu lesen, Spannung kommt auf aber gleichzeitig ist eine feine Prise Humor vorhanden. Anja Mäderer beschreibt die Örtlichkeiten und die Protagonisten detailgetreu und lebendig, ich konnte mir alles und alle super vor meinem inneren Auge vorstellen.

Der Fall von Nadja und Peter bleibt bis zum Ende spannend (an der einen oder anderen Stelle habe ich den Atem angehalten), der Ausgang war für mich absolut nicht vorhersehbar. Die Ermittlungsarbeit der beiden Kommissare und ihres sympathischen Teams fand ich sehr interessant und auch wieder super beschrieben.

Als Fränkin habe ich mich total gefreut, den Heimatdialekt in einem Roman wiederzufinden. Er hätte ruhig noch etwas häufiger vertreten sein können, was meine Bewertung jedoch nicht beeinträchtigt hat. 

Ein sehr gelungenes Debüt!



  • Erscheinungsdatum Erstausgabe:16.07.2015
  • Verlag : Emons Verlag
  • ISBN: 9783954516568
  • Flexibler Einband 256 Seiten
  • Preis: 9,90 Euro

Rezension: Arschkarte von Heiko Thieß *****

Bild: Piper Verlag
Timo Feuer arbeitet als Texter in einer Werbeagentur mit schrägen Kollegen und einem miesen Chef und - er wohnt seit über einem Jahr Wand an Wand mit seiner Ex-Freundin Lena und ihrem neuen Stecher Frank, seinem Nachbarn (was nicht zu überhören ist).
Um sich vom Liebeskummer abzulenken, versucht es Timo zunächst mit Rache und beschließt ausserdem, dass eine neue Frau her muss. Leider ist er nicht nur eher schüchtern, sondern hat auch noch das Talent, Pech magisch anzuziehen und in jedes Fettnäpfchen zu treten, das ihm so über den Weg läuft. Und dann ist da auch noch dieser Fußpilz-Werbespot, mit dem man sein Image für die Frauenwelt auch nicht gerade aufpoliert... Na dann... toi, toi, toi, Timo.

Timos Schicksal lässt sich super flüssig und witzig lesen. Man bekommt einen tollen Einblick in die männliche Seele von heute. Alle Szenen werden sehr gut beschrieben, sodass ich mir die ganze Geschichte immer vor meinem inneren Auge vorstellen konnte. 
Der Autor, Heiko Thieß, nimmt kein Blatt vor den Mund und erzählt unverblümt und erfrischend direkt, was Timos Gedanken und die Dialoge absolut authentisch macht. Timo war mir von Anfang an sympathisch und ist mir total ans Herz gewachsen. Ich habe mitgefiebert, mich mitgefreut und mitgelitten und ganz viel gelacht.
Das Ende wird nicht sehr lange abgehandelt, was aber nichts an meiner Begeisterung ändert. Punktlandung für die Arschkarte (was ein absolut passender Titel für die Story ist)!



  • Erstausgabe :17.09.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 14.09.2015
  • Verlag : Piper
  • ISBN: 9783492307956
  • Flexibler Einband 304 Seiten
  • Preis: 8,99 Euro

Freitag, 20. November 2015

Buchvorstellung "Mainleid" von Anja Mäderer in Würzburg

Am 19.11.2015 war Anja Mäderer zu Gast im Würzburger Hugendubel um ihr Debüt "Mainleid" vorzustellen.

In diesem Würzburg-Krimi geht es um den Mord an einer beliebten Studentin, die im Ringpark mit einer Flasche teuerstem Wein erschlagen wurde, was die Kommissare Nadja und Peter vor einige Rätsel stellt.

Zunächst hat das zahlreich erschienene Publikum einiges über Anja erfahren: Wie sie zum Lesen kam, dass sie als Kind schon Krimis mochte (heimlich im Keller gelesen), ihre Herangehensweise beim Schreiben und über die Zusammenarbeit mit dem Verlag, bzw. dem Lektorat, was sehr interessant war.

Im Anschluss las Anja eines der spannendsten Stücke aus "Mainleid" vor (Anfang 7. Kapitel - der Einbruch in die WG) und beantwortete Fragen aus dem Publikum.


Ich freue mich, dass es voraussichtlich im nächsten Herbst einen neuen Fall vom sympathischen Ermittlerduo Nadja und Peter zu lesen geben wird. Anja Mäderer verriet bereits, dass es einen Mord in einer Tanzschule gibt und verdeckte Ermittlungen dort laufen werden - man darf gespannt sein.

Danach wurde fleißig signiert.

Meine Rezension von "Mainleid".